Vazahaaaa!!!*

×Weisse! Spricht sich Wasaa. Das ist die Begrüßung beziehungsweise oft der gellende Ausruf der uns vor allem von Kindern entgegen- bzw. noch öfter aus sichererer Distanz freudig erregt hinterher schallt. Oft kombiniert mit dem jeweils lokal üblichen Grußwort wie Salam, Salame, Salama oder den französischen Varianten Salut, Bonjour und Bonsoir.

"Ein zweites Mal Madagaskar?" wundern sich Freunde. Ja, das Lemurenland hat es uns angetan und wir fürchten, dass in wenigen Jahren nichts mehr vom faszinierenden Urwald vorhanden ist. Also heißt es die Chance nutzen. Das Hauptziel ist dieses Mal die Masoala-Halbinsel mit dem größten Regenwald. Mal sehen, ob es mit Fahrrad und per pedes auch so nett wird, wie bei unserem Erstbesuch per Motorrad im vergangenen Jahr.

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Umtauschkurs: 2.600 Ariary (Kurzform: Ar) entsprechen einem Euro. Uns hat wieder oft irritiert, dass meist noch in der alten Währung, dem madagassischen Franc (Franc Malgache/Malagasy, Kurzform: Fmg) gerechnet wird, dieser hat einen Fünftel des Wertes des Ar. 

 

27.12.2006: Los geht´s

Wir fahren dieses Mal per Auto statt mit dem Nachtzug nach Paris, da die Umsteigerei in der Metro mit den Rädern unmöglich erscheint. Letztes Jahr waren wir mit Air France vom Flughafen Charles de Gaulle geflogen, dieses Mal wählen wir corsair, da Flug und Fahrradtransport günstiger sind. Bei Online-Buchung unter www.corsair.fr war es nochmals günstiger als bei den sonst von uns verwendeten Online-Reisebüros www.mcflight.de und www.traveloverland.de. Etwas nervös hat uns nur gemacht, dass der Buchungscomputer nur französische Adressen annahm, nach Eingabe der Kreditkartendaten abstürzte und wir keinerlei Bestätigung per Email oder Post bekamen. Als wir anrufen wird aber die Buchung bestätigt und nachdem wir nochmals anrufen bekommen wir das auch gefaxt.

Das Auto stellen wir in einem Wohngebiet nahe dem Flughafen Orly ab, in der Hoffnung, es nach unserer Rückkehr unbeschädigt wieder zu finden. Beim Einchecken bekommen wir zunächst nur eine Boardingcard, die zweite erhalten wir, nachdem die Transportgebuhr für die Fahrräder bezahlt haben und diese ebenfalls eingecheckt sind. Das bedeutet mehrmaliges Hin und Her durch die Flughafenhalle, können in einem kleinen Raum abgeben, wo sie auch gleich auf Sprengstoff geprüft werden. Nachdem das erledigt ist, können wir endlich die Boardingcard abholen und uns auf einen entspannten Flug freuen, den wir auch tatsächlich hatten, weil das Flugzeug nicht voll besetzt war und wir so jeweils drei Sitze zum Schlafen hatten.

 

28.12.:

Manfred, von dem wir das letzte Mal das Motorrad gemietet hatten (www.madagascar-on-bike.com) holt uns am Flughafen nördlich von Tana (Kurform des Namens der Hauptstadt Antananarivo) ab und transportiert einen Teil des Gepäcks auf seinem Motorrad - es sind auch ein paar Kilogramm Motorradteile dabei (Getriebe, Relais, CDI). Wir bleiben den ersten Tag bei ihm.

 

29.12.: Jetzt starten wir unser Abenteuer,

wir wollen nach Möglichkeit nur für uns neue Strecken befahren und sind daher begeistert, als Manfred eine direkte Route zum Lac Aloatra benennt, welche mit dem Motorrad in 4 Stunden machbar sei. Manfred begleitet uns auf seinem Motorrad die ersten 15 km (der Arme :-) und führt uns auf Schleichpfaden um die Hauptstadt herum.

Neben zum Teil anstrengender Piste haben wir eine traumhafte Landschaft. Als wir die asphaltierte Strasse erreichen, trennen sich unsere Wege und wir fahren Richtung Lac Aloatra. So gut sich die Strasse auch fahren lässt, das ständige rauf und runter kostet Kraft, und so nehmen wir nach ca. 75 km den Taxibrousse bis Anjozorobe, wo wir mal wieder die einzigen Gäste im jeweiligen Hotel sind.

 

30.12.: Nach dem Berg ist vor dem Berg

Am nächsten Morgen überlegen wir kurz, ob wir einen Ruhetag einlegen, aber nachdem unser Hotelier meint, dass die Piste sehr gut und die Strecke flach ist, und nach 60 km wieder ein Taxibrousse fährt, entschließen wir uns zur Weiterfahrt. Hinter dem Ort begegnen wir einem Mofafahrer, der uns diese Infos bestätigt. Es geht dann auch mit einer traumhaften Piste los, vorbei an malerischen Reisfeldern und mit sehr wenig Verkehr. Nach ca. 10 km ändert sich das Bild. Die Piste wird schlecht und bergig. Das Hochfahren ist eine Quälerei und das Runterfahren auch nicht sehr viel entspannender, weil man leider bremsen muss, statt wie auf Asphalt mit Genuss herunterrollen zu können. Bei einer Passstrecke versuchen wir, mit einem Bus mitzufahren. Er nimmt uns nicht mit, weil er anscheinend ein anderes Ziel hat, fährt dann aber, nachdem die Reifenpanne behoben war, fast auf der Passhöhe an uns vorbei. Als Peter Elke bei einer Mini-Flussdurchfahrt helfen will fällt sein Fahrrad vom Ständer und entleert die nicht richtig geschlossene Lenkertasche mit Kamera, Taschencomputer (EPOC basierender Osaris für 20 Euro bei ebay als Reiseschreibmaschine), Reiseführer etc. in die einzige Schlammpfütze. Schnell alles rausgefischt und das Wasser in leider nicht kleiner Menge herausgeschüttelt. Der Taschencomputer geht erst einmal nicht mehr und vergisst anschließend nicht auf CF-Karte Gespeichertes, die Kamera traut Peter sich erst nach Stunden wieder einzuschalten, uff keine Probleme.

Es sind noch ca. 20 km bis Soalazaima von wo die Taxibrousse wieder fahren sollen, da wird es Elke zu viel. Außer Baguettes und Keksen haben wir nichts gegessen, weil wir einfach nichts Besseres gefunden haben. Wir haben noch 1,5 Stunden Tageslicht und überlegen, unser Zelt aufzuschlagen. Da kommt ein einheimischer Radler und meint, es wären nur noch 9 km und es käme nur noch ein Berg und danach würde es flach. Diese Auskunft motiviert zum Weiterfahren. Nun, nach dem ersten Berg kommt der Zweite, der Dritte ... und immer ist es der letzte Anstieg.

Dank dem recht vollen Mond können wir uns durch endlose lichte Wälder kämpfen, genauer gesagt es rollen lassen, denn wenigstens geht es auf guten sandigen Wegen mit ein paar Pfützen bergab. Ein letzter Anstieg im Matsch entnervt Elke vollends, aber nun sind wir da. Bloß gibt es hier kein Hotel. Nach einiger nerviger Fragerei mit in die Irre geschickt werden, bringt man uns zum Bürgermeister, der uns beim Lehrer abliefert. Dieser offeriert ein Zimmer, dem wir aber unser Zelt vorziehen. Geschafft und dreckig fallen wir in den Schlaf.

 

31.12.:

Morgens werden wir nicht wie befürchtet von den Kindern überfallen. Wasser zum waschen erwartet uns schon. Mit dem erhofften Taxi-Brousse hingegen haben wir kein Glück, radeln also weiter.

Nach 60 vergleichsweise entspannten Kilometern treffen wir wieder auf Asphalt. Die ersten 10 Kilometer radeln wir, für die letzten nach Ambatondrazaka nehmen wir dann doch ein Taxi-Brousse.

Das Hotel ..., wo es laut Dumont-Reiseführer einen Urwald-Guide geben soll, ist leider geschlossen. so landen wir im Hotel Max et Irene.

 

01.01.2007:

Wir verabreden gerade die Flucht per Taxi nach Moramanga mit einem Taxifahrer, als ein älterer Herr uns in gutem Englisch anspricht, dass ein Taxi-Brousse doch viel günstiger sei. Er erwähnt quasi nebenbei, dass er als Führer viele Jahre Touristen auf dem Schmugglerpfad geführt hat. Es ist DER Jean Baptiste, der auch in unserem alten Dumont-Reiseführer beschrieben ist. Elke macht Nägel mit Köpfen und verabredet mit ihm, dass er uns über die Route führt, die wir uns nicht zugetraut hatten.

Ich lasse mir für einen Kleckerbetrag noch einen ansehnlichen und angemessenen Kurzhaarschnitt verpassen. Während dessen sucht er schon nach mir, da das volle Taxi-Brousse wartet. Alle warten nun 30 Minuten auf uns - bei uns unvorstellbar.

Genauso unvorstellbar sind leider auch die Macken, die Elke s Rahmen auf dieser Etappe erhält.

In Imerimandroso beginnt der Weg, wir tauschen großes Geld in Kleines und essen eine Kleinigkeit, bevor wir ca. 2 Stunden nach Antalaha auf noch guter Piste schieben.

In Antalaha nächtigen wir mit Isomatten, Moskitonetz und Schlafsack beim Rektor der Schule. Jean Baptiste organisiert 3 Träger für jeweils 3,20 Euro pro Tag, was er als teuer empfindet, da es zwei Jahre vorher angeblich nur 2 Euro gekostet habe.

 

02.01.:

Der erste richtige Treckingtag lässt sich gut an, es geht zum Schluss durch Urwald am Rand eines Naturparks entlang, weswegen wir keinen Eintritt zahlen müssen. Wir sehen eine ca. 2m lange Schlange, die wir für eine Boa halten und fangen für die Dauer einiger Fotos einen süßen kleinen Waldigel (Tenrek). Ansonsten gab es Frösche, komische Käfer, verschiedene Tausendfüssler, auch von der Art, die sich zu Kugeln rollen und viele handtellergrosse Schmetterlinge unter anderem in leuchtendem blau. Und wir hören wieder die Rufe der Indri, des größten Lemuren, den wir schon aus dem letzten Urlaub kennen.

Das Dorf, in dem wir nächtigen, besteht aus Stelzenhäusern, einige sind sehr ordentlich verputzt - mit Zebu-Dung.

Wir dürfen das Zelt im Video-Vorführraum aufstellen, solche sieht man in Madagaskar allerorts. Der Mangel an TV-Empfang und Stromversorgung wird mit Karatevideos und Autobatterien oder Klein-Generatoren ausgeglichen.

Essen gibt es in der Küche der ältesten Dame im Ort. Ein Viertel des Raumes ist als Kochstelle abgeteilt. Unten ist hier Sand gehäuft, in welchem Steine stecken. Es wird auf dem auf dem offenen Feuer gekocht. Im Gestell darüber wird Brennholz getrocknet. Der ganze Raum ist vom dauernden Rauch gedunkelt. Ab und an wird ein neugieriges Huhn verscheucht. Einige geflochtene Körbe mit Vorrat stehen bereit. Natürlich gibt es Reis. Dazu bekommen wir mittags ein spinatähnliches Gemüse und abends Bohnen. Zum Frühstück gibt es wieder Reis und Bohnen und danach einen recht ordentlichen süßen Kaffee (Kaffeesträucher gibt es zu Hauf en route). Diese Vollpension kostet uns gerade einen Euro pro Kopf! Bisheriger Rekord all unserer Reisen.

Wir hatten bereits gesehen, wie die Bohnen im Ort gedroschen wurden, um sie aus den Hülsen zu befreien und wie sie anschließend sortiert (die optisch Guten werden zum See getragen, die Schlechten gegessen).

Auch die Zubereitung des Reis ist aufwändig: zuerst müssen in einem großen Mörser mit einem ca. 120cm langen Stößel die Spelzen abgelöst werden. Dann wird das Gemisch aus Spelzen und Kernen auf einem ca. 60cm großen geflochtenen Tablett in die Luft geworfen, wobei die Spelzen davonwehen. Nun müssen noch die Steinchen ausgelesen werden. Sehr zeitaufwändig, wir tippen auf ein bis zwei Stunden pro Familie und Tag. Die Hühner stehen immer parat, um Herausgefallenes zu erhaschen, dies ist aber nur selten der Fall. Bei Pausen deckt das Tablett den Mörser ab und allzu hungrige Hühner, die den Hals Richtung Mörser recken, kriegen einen Klaps. Elke versucht sich auf Jean Baptist's Anweisung auch, aber die Locals haben einfach einen besseren Schwung aus der Hüfte.

Zum Baden geht es an einen kleinen Fluss, wo Jean-Baptiste für uns die Kinder wegscheucht. Aber die haben wir ohnehin nicht als wirklich aufdringlich empfunden, wenn man vom Starren absieht. Wenn man das Interesse durch Fotozeigen nicht noch anheizt, verschwinden sie nach vielleicht einer halben Stunde für eine Weile.

 

03.01.:

Auch der zweite Tag ist nicht allzu schwer, was die Wanderung angeht. Nach 5 bis 6 Stunden erreichen wir den nächsten Ort, wo wir dieses Mal in der Schule unterkommen. Die Frau des Lehrers kocht, wir haben die Wahl zwischen Huhn und Ente. Die Ente guckt netter, also gibt es Huhn. Natürlich mit Reis. Und Bohnen.

Baden und Waschen am Fluss ist prinzipiell viel schöner, da es viele ausgewaschene Felsen gibt. Nur leider fängt es an, wie aus Gießkannen zu regnen und wir rutschen beide aus. Erfreulicherweise tut es nur weh.

 

04.01.: Sieben Namen für Schlamm?

Jean Baptiste hat abends mit den Trägern diskutiert, sie wollen mehr Lohn. Das lehnt er ab und besorgt Neue. Als wir Erstere auszahlen, setzt er sich dagegen ein, dass wir Ihnen Trinkgeld geben, da dies seine Preise verderbe. Sein System ist es ohnehin, ab und an mit verschiedenen Personen auch bei den Übernachtungen zusammenzuarbeiten.

Der dritte Tag mit den neuen Trägern ist auch für diese witzig, sie hatten noch keinen so direkten Kontakt mit (umherstolpernden und -rutschenden) Weißen und es dauert ein Wenig, bevor sie sich z.B. zu fragen trauen, ob wir das Gepäck etwas bequemer packen können. Mit dem Regen haben wir wieder vergleichsweise Glück, er kommt immer nur während der Pausen. So werden nur die Wege rutschiger und die Socken immer feuchter. Wir nächtigen im lokalen Hospital. Zum Essen gibt es dieses Mal zum Reis und Kasavablätter mit Erdnüssen gestampft (erinnert an Grünkohl). Hier erweitert sich auch unsere Tierliste, als eine Ratte vorbeihuscht.

Unsere Theorie, dass die Madegassen mehr Namen für Schlamm haben, als die Eskimos für Schnee, bestätigt Jean Baptiste nicht. Aber hier fehlt nicht nur der Sprache etwas Würze. Uns fielen nach diesem Tag folgende Varianten ein: Glitschschlamm (bereits in der Waagerechten bei mehr als Tippelgeschwindigkeit für uns fatal, besonders beliebt in Steilpassagen, wo selbst Zebus die Grätsche machen), wadentiefer Saugschlamm (Schuhauszieher), zäher Klebschlamm (Sohlen- und Kappenbildner), Nass-Schlamm (sofort sockenwirksam), griffiger Sandschlamm, Schlamm der meist von den Schuhen ausgehend alles Saubere einsaut, Abplatzschlamm (nach Trocknung auf Hose). Und das multipliziert mit diversen Farbnuancen zwischen weiß, gelb, rot und braun. Wir laufen zum Teil durch sehr enge metertiefe Schluchten, die der Regen in den Schlamm ausgewaschen hat, wir wundern uns immer wieder, wie unsere Träger die Fahrräder dort hindurch bekommen.

 

05.01.: Der Regentag

Am vierten Tag regnet es nun auch beim Wandern. Bald sind Peter´s Schuhe so nass, das es sich für ihn nicht mehr lohnt Umwege um die Pfützen zu machen oder Schuhe, Socken und Hosenbeine der "zipp-off-pants" bei den immer zahlreicher werdenden Flussquerungen auszuziehen. Elke schlägt sich hingegen weiter tapfer. Wanderstiefel sind eben eine bessere Wahl für nasse Touren als normal hohe, nicht ansatzweise wasserdichte Fahrradschuhe. Dafür sind letztere natürlich besser beim Radeln, wenn man den runden Tritt beherrscht, sprich alle Muskeln einsetzt, statt nur zu treten. Auch hätten Peter´s Wanderstiefel in unserem ziemlich minimalen Gepäck kaum mehr Platz gefunden.

Es bewährt sich, die nach dem abendlichen Waschen am Morgen immer noch nassen oder zumindest feuchten Sachen trotz kurzem Ekel wieder den Tag über anzuziehen, weil feucht Eingepacktes ungeahnte Düfte entwickelt und man auch gar nicht genug mitführen kann.

Abends kommen wir wieder in einer diesmal größeren und saubereren Schule unter. Die eigentlich geplante Unterkunft steht nicht zur Verfügung, da der recht junge Kontakt an Fieber verstorben ist.

Der Regen beim Baden im großen Fluss überrascht uns eigentlich nicht. Dieses Mal flüchten wir nicht, es ist ohnehin alles nass.

Viel Spaß haben wir dabei den kickenden Jungs zuzusehen, die sich mit Schlamm bespritzen und wirklich witzig aussehen. Uns zu Ehren wird dann noch der eine oder andere Tanz aufgeführt. Wirklich sehr spaßig.

Essen war das Beste der Tour, neben obligatorischem Reis hatten wir Kartoffeln mit Linsen bestellt.

 

06.01.: Frühstück wieder wie Abendessen.

Peter findet beim Wandern ein großes schönes Chamäleon dekorativ auf einem Stein mitten im Fluss.

Beim Eintreffen nachmittags stehen goldwaschende Kinder im Fluss. Ein wenig Goldstaub ist tatsächlich in Ihren Schalen. Wir treffen auch einen alten Schweden samt junger madagassischer Frau, der sich selbst als ein wenig verrückt bezeichnet - er sucht kaum professioneller nach schwerem schwarzen Sand, die Goldtrennung nimmt er an anderer Stelle (Tamatave?) vor. Er sah überhaupt nicht danach aus, als könne man davon reich werden.

Im Ort gibt es dann einen Aufkäufer, bei dem wir übernachten dürfen, nachdem der Lehrer mit dem Schlüssel zur Schule auch nach stundenlangem Warten nicht kommt.

 

07.01.: Auch das Paradies hat Tücken äh Mücken

Noch 2 Stunden Marsch und es ist geschafft. Am Ende der Tour fährt ein Gelände-Taxi-Brouse nach Vavatenina. Auf der Ladefläche des Pickup finden 22 Personen und unzählige Gepäckstücke, Säcke etc. Platz. Für uns ist es nun Zeit für den Abschied von den Trägern und Jean-Baptiste. Jean Baptiste sagt, er werde die Tour vielleicht noch 3 Jahre anbieten, dann sei er zu alt. Er habe schon einen Nachfolger gesucht, der genauso offen, wortgewandt und selbstbewusst mit den Locals umgehen kann, sei aber noch nicht fündig geworden. Wer auch die Tour mit (seiner) Hilfe gehen will, sollte sich also vielleicht bald entscheiden. Bei mir kann man aber auch einen relativ kompletten GPS-Track bekommen (der kann Jean Baptiste natürlich nicht ersetzen).

Dann flüchten wir mit einem schönen alten Taxi-Brousse ins Paradies Fenerive Est, wo wir uns schon im letzten Jahr entspannt haben. Radeln wäre vielleicht schneller gewesen, da alle paar Meter Fahrgäste, Batterien und andere Güter ein- und ausgeladen werden. In Fenerive Est sind die Bungalows aus dem Vorjahr geschlossen, direkt nebenan gibt es aber eine genauso schöne Anlage, die leichte Brandung umspielt direkt die kleine Mauer vor unserem Bungalow.

 

08.01.:

Nach ausgiebigem Wäschetrocknen radeln wir ziemlich entspannte (also flache und gut asphaltierte) 65km nach Soanierana Ivongo.

 

09.01.:

Das von Nosy Boraha kommende Boot fährt erst gegen 11:00 Uhr zurück, innerhalb von 40 Minuten sind die vielleicht 25km zurückgelegt. Wir haben das teurere größere Boot (12m) für je 52.000 Ariary (zzgl. je 5.000 je Rad) genommen und warten lange auf die Abfahrt, überholen dafür aber das Kleinere (35 Tsd.). Während der Überfahrt war es windstill und die See recht ruhig, so dass die Überfahrt wohl auf beiden Booten nicht nur gefahrlos, sondern auch einigermaßen komfortabel war.

Am Frachthafen auf einer kleinen Insel der Seeräuberbucht, den man über eine Brücke erreicht, finden wir Niemanden, der Auskunft über ein Boot nach Mananara oder Maroansetra geben kann. Aber man empfiehlt Mathias auf der Post zu fragen. Aber erst einmal radeln wir planlos ein wenig weiter über die zweite Brücke nach Süden.

In einer netten Bungalowanlage gönnen wir uns nach wenigen hundert Holpermetern ein kühles Eau Gazeuse und entscheiden uns, auch eine Kleinigkeit zu essen. Wir werden gefragt, ob wir vorher noch im Meer schwimmen möchten. Möchten wir!

Die Anlage war uns schon vom Boot aufgefallen, da es eine kleine ca. 100m vorgelagerte Mini-Insel gibt, die durch einen Steg angebunden ist. "Sieht sehr teuer aus" ist unser Gedanke und für bisherige Verhältnisse ist es das Libertalia mit 47.000 Ar (18 Euro für´s Doppelzimmer) auch. Aber bei uns in Deutschland kämen wir dafür nicht einmal alleine in eine Jugendherberge, geschweige denn am Traumstrand. Und wir Armen bekommen ohne Aufpreis den Familien-Bungalow mit 2 Schlafzimmern. Dazu noch ein romantisches Abend-Gewitter über dem Festland, was will man mehr?

Bei der Bank bekommen wir nachmittags nicht direkt Geld via Kreditkarte, sondern müssen am folgenden Tag ab 10 Uhr vorbeischauen. Das Air Madagaskar Büro macht uns pünktlich um 16:30 Uhr vor der Nase zu, so dass wir gleich noch Etwas morgen in der Stadt erledigen können...

Die Post liegt über dem Ort, während wir auf Matthias warten, schreiben wir ein paar dort erhältliche Ansichtskarten. Matthias kann aber leider kein Boot benennen. Genauso geht es uns in der Touristeninfo (die erste die wir auf Madagaskar sehen ;-). Aber man empfiehlt Matthias zu fragen... Ergo: auch hier reist es sich entspannter, wenn man unendlich Zeit hat (Geld wird dann wohl der begrenzende Faktor).

 

10.01.:

Nach Bankgeschäften (in einer Bank kam die Kreditkartenbestätigung nicht zustande, aber in einer anderen gegenüber bekommt Elke am Schalter problemlos 1,2 Mio. Ariary per Kreditkarte) und der Reservierung von Flügen (nur bedingt erfolgreich) mieten wir uns im Hotel ein 125ccm Motorrad und fahren um 11 Uhr nach Norden.

In der Anlage La Crique kurz nach Ende der kurzen Asphaltstrecke gönnen wir uns eine Cola. Auch sehr schön, aber bei uns gefällt es uns noch besser.

Weiter geht's über teilweise recht üble Piste, erneuter Stopp 7km vor dem Ende bei Chez Antoine, der uns nett empfängt und sehr gut mit Huhn und Fisch in Cocos-Ingwer-Tomatensoße bekocht, nur leider dauert es ziemlich lang.

Von hier noch die letzte Etappe zu den Piscine Naturelle geholpert. Bei Antoine hatte eine ältere Dame erfolglos versucht, uns einzureden, dass diese heilige Stelle nicht  mit Hosen, sondern nur mit einem Pareo betreten werden dürfe. Nun schnappt die Touristenfalle dennoch zu, da wir für 300m natürlich einen zu bezahlenden Guide benötigen und natürlich auch das Motorrad nur gegen Bezahlung bewacht wird. Wir reduzieren den geforderten Preis auf 3000 Ar und lassen es dann amüsiert geschehen.

Die "natürlichen Badebecken" sind recht nett. Aber allzu sehr ist uns nicht nach beobachtetem Baden, also bleibt es bei ein paar Fotos.

Auf dem Rückweg bezahlen wir tatsächlich nochmals je 2000 Ar für Tickets. Könnte man den Touris auch direkt abknöpfen - wer würde nach der Strapaze schon umdrehen ohne es sich anzusehen?

Den eigentlich geplanten Rückweg entlang der Ostküste lassen wir aus, da es mittlerweile recht spät ist.

Schöne Insel, aber viel länger als ein paar Tage würden wir es hier nicht aushalten - was macht man nur die ganze Zeit auf den Seychellen?

 

11.01: Jetzt wird's teu(r)er, egal: Masoala wir kommen...

Auf dem Weg zum Flughafen stoppt Peter unser Taxi, das gerade ein Chamäleon verschont hat um Letzteres zu fotografieren. Erst das Zweite, wir sind verwöhnt vom letzten Urlaub...

Am Flughafen kommen wir auf die Warteliste, da wir den heutigen Flug (St. Marie - Tamatave - Tana - Maroantsetra) nicht für den ersten Abschnitt buchen konnten. Die Wartezeit überbrücken wir mit einem Frühstück mit leckerer Vanillemarmelade.

Hurra! wir sind an Bord. Die Maschine ist wie erwartet nicht ganz ausgebucht, nur Elke´s Fahrrad musste Peter noch demontieren. Wir bleiben auch 2kg unter den zulässigen 40kg. Davon wiegt Elke´s Rad 12kg und Teile und Taschen von Peter´s verkauftem Rad 7kg. Unser großer wasserdichter Sack mit Zelt, Isomatten, Schlafsäcken und allem Anderen wiegt 19kg, recht leicht finden wir, zumal wir noch Einiges hätten weglassen können.

Direkt am Flughafen von Maroantsetra findet uns unser Guide Emile. Er empfiehlt das mit 15.000 Ar günstige Hotel Pagode im Zentrum, Peter erkundigt sich in einem anderen Hotel (Coco Beach) nach Führer etc., aber das erscheint deutlich teurer. Die Route zum Cap Est soll kaum begehbar sein, die nach Antalaha führt kaum durch Regenwald, daher ändern wir unseren Plan und wählen für 4 Tage und 930.000 Ar (wir verzichten dabei schon auf das komfortablere Bungalow und essen nicht zu mittag, außerdem kommt uns Olivier, der Besitzer der Ecolodge (arollodge.free.fr) mit dem Preis für die Überfahrt entgegen - ursprünglich sollte es 1.400.000 Ar kosten) die Ecolodge direkt am Urwald. Transfer zur kleinen Insel Nosy Mangabe, wo wir 2 Tage verbringen wollen ist ebenso drin, wie Abendessen, Transfer und Wartegebühr für´s Boot. Getränke, Guide (24.000 Ar je Tag zzgl. 10.000 Ar für Nachttouren) und Parkgebühr (50.000 Ar für mehrere Tage inklusive Nosy Mangabe und Zeltgebühr) kommen on top.

Da es einen zeitlich, wie preislich günstigen Flug (donnerstags, je 100.000 Ar, Freitags wäre ein Flug nach Antalaha gegangen, Air Madagaskar Konkurrent ATTR bietet Antalaha sogar für günstigere 60.000 Ar an, fliegt aber nur Sonntags) nach Sambava gibt, buchen wir diesen mit der Hoffnung vielleicht noch einen Blick auf den Park bei Andapa werfen zu können. Sonst ist die Vanille-Stadt Antalaha ein Ziel für die letzten Tage.

In unserem Hotel übernachtet auch die madagassische Popsängerin Chila aus Tana, die halbe Stadt kommt nachmittags zum Schauen zusammen und abends wird nebenan in kleiner Runde gefeiert - für uns erfreulich kurz.

 

12.01: Masoala-Rain? Der Tag der Frösche

Um 7:30 fahren wir, nachdem wir Elke´s Rad bei Olivier gelassen haben, mit dem Boot nach kurzem Zwischenstopp auf Nosy Mangabe zur Ecolodge, einer von drei Übernachtungsmöglichkeiten mit Komfort. Wie wir vor Ort feststellen, kann man allerdings auch günstiger hin- und unterkommen. Christian, ein schweizer Biologiestudent, ist das erste Stück bis Ambanizana mit einem Taxiboot gefahren und dann die letzten vielleicht 20km in 6 Stunden gewandert.

Bei uns sind es feuchte 2 Stunden, zum Spritzwasser im offenen Boot kommt auch Regen.

Die Lodge ist sehr nett, wir befinden beim späteren Sehen im Vorbeigehen die Anderen als schlechtere Wahl. Emile meint die forest lodge sei sogar teurer (mit großen Zelten statt Holzbungalows). Auch scheint Olivier selbst urwaldbegeistert...

Kaum trocken geworden reizt uns der Urwald und schon auf dem Weg dorthin finden wir unter einem Vanilleblatt die ersten zwei Frösche. Im Wald geht es fröhlich so weiter. Die erste Krabbe mit roten Scheren im Baum finden wir noch aufregend, später stellen wir fest, dass das das vielleicht häufigste Tier hier ist - es gibt Hunderte, auch mindestens vie andere Arten.

Bald geht es mit Emile richtig los und wir sehen Lemuren, Blattschwanzgeckos und div. Frösche.

 

13.01.: Brookesia-Alarm

Nach längerem Wandern pausieren wir in unserem „Hotel“. Peter schläft gerade ein wenig auf dem Sofa, als unser Guide kommt und leise flüstert: „I found Brookesia“, Peter schnellt hoch und ruft „ein Brookesia? Gut, gehen wir“, so schnell wird er sonst nie wach... Wir sehen unser erstes Brookesia, einfach nur toll.

 

14.01.: Krokodil am Stiel

Wir sind in einem anderen Bereich der Masoala-Halbinsel unterwegs, erstaunlich, wie unterschiedlich es trotz kurzer Distanz ist. Wir sehen gleich mehrere Blattschwanzgeckos. Diese sehen aus wie kleine Krokodile mit erstaunlich bizarren unbeweglichen Augen. Der erste Gecko beißt sich dann gleich in Peters Hand fest (s. Bilder ;-).

 

15.01.: Languste und Manguste

Wieder einmal sind wir im Regenwald unterwegs, wir machen in dieser Zeit praktisch alle Tierphotos dieser Reise. Ein besonderes Erlebnis sind die Mangusten, die uns direkt vor uns über den Weg laufen. Abends ein kulinarisches Highlight, Elke ist die erste Languste in ihrem Leben. Olivier und Laurent haben sie einem Fischer abgekauft. Sie schmeckt gut und ist in dem Drei-Gänge-Menü (umgerechnet 8 Euro) enthalten.

 

16.01: Nosy Mangabe

Auf der Überfahrt sehen wir viele Fische springen, auch ein fliegender Fisch gleitet ein paar Meter knapp über das Wasser. Und zwei Delphine tauchen kurz wenige Meter neben uns auf. Wir sehen viele Tiere auf der Insel, auch ein eierlegendes Pantherchamäleon, unzählige Brookesien einer anderen Art, als der, die wir im Masoala-Park gesehen haben und eine Vielzahl von Lemuren. Bei einer Nachtwanderung haben wir auch kleine Lemuren gesehen. Immer wenn unser Guide Emile, seine Regenjacke mitgenommen hat, hätten wir das auch tun sollen. Da wir das in dieser Nacht nicht gemacht haben, werden wir innerhalb weniger Minuten nass bis auf die Knochen.

 

17.01.:

Auch am nächsten Tag sehen wir wieder viele Tiere: Lemuren mit weißem Kopf, eine Spinne hat eine Fledermaus im Netz, braune Lemuren, männliche Pantherchamäleons, Gottesanbeterinnen und eine Vielzahl von Mücken. Wir besichtigen lokale Gräber. Abends regnet es wieder heftiger und andauernder. Wir verzichten auf eine Nachtwanderung. Elke spielt im Schein marokkanischer Laternen Backgammon mit einem Belgier, der dieses Jahr 3 Monate durch Madagaskar reist (Wiederholungstäter wie wir).

Wir sehen nochschnelle Krabben mit hochstehenden Augen, mit Fernblick, die sie wie Periskop eines U-Bootes aus dem Wasser ragen lassen und sich bei Gefahr in den feuchten Sand verbuddeln. Außerdem sehen wir unser erstes männliches Pantherchamäleon, tolle Farben, aber sehr aktiv.

 

18.01.:  Sambava

Von Maroantsetra geht es per Flug direkt nach Sambava. Da wir unseren Rückflug nach Tana noch nicht bezahlt haben, und es somit sein könnte, dass unsere Reservierung verfällt, möchten wir zuerst zum Büro der Airline, das Ticket bezahlen. Natürlich hat das Büro Mittagspause. Während wir warten versucht unser Taxifahrer, uns die Fahrt in den Marojejy Nationalpark zu verkaufen. Wir haben noch diesen und zwei weitere Tage, dann müssen wir wieder zurück. Nach den letzten 6 Tagen sind wir etwas erschöpft und überlegen, die letzten beiden Tage zu entspannen, dann packt uns aber wieder die Überlegung, dass wir auch zu Hause entspannen können und wir ja vielleicht nicht mehr nach Madagaskar kommen. Also stellen wir das Fahrrad bei unserem Taxifahrer unter, kaufen mit seiner Hilfe auf dem Markt Unmengen an Reis und Bohnen ein (Verpflegung für uns, den Guide, den Träger und den Koch) und erreichen bei Dunkelheit den Einstieg zum Nationalpark. Da unser Guide nicht zu Hause ist, können wir vor dem Parkoffice unser Zelt aufschlagen. Die Dame von der Parkverwaltung klärt mit uns unsere Tour ab, bespricht sich mit unserem Taxifahrer und verspricht uns, dass der Guide pünktlich um 6.30 Uhr bei uns auftaucht.

 

19.01.-20.01.: Marojejy

Am nächsten Morgen kommt der Guide um 7.30 Uhr, dem Träger begegnen wir auf dem Weg zum Parkeingang und wir sehen in der ersten Stunde bereits mehrere ausgewachsenen und männliche Pantherchamäleons. Der Träger und der Koch gehen mit unserem Gepäck vor, wir folgen langsamer mit dem Guide. Im Regenwald werden wir vom Regen überrascht und von den Blutegeln angefallen. Bisher hatten wir zumindest mit diesen Tierchen extrem viel Glück. Durch den Regen wird die Tour anstrengend. Es zehrt an den Nerven und durch die hohe Luftfeuchtigkeit werden wir mal wieder nicht trocken.

Als wir bei unserem Schlafplatz ankommen, erwartet uns eine Überraschung, die Küche liegt auf einer Plattform über dem Fluss und wir haben einen traumhaften Blick auf den Berg vor uns. Das Essen wurde bereits vorbereitet, und schmeckt ausgezeichnet, Reis mit Bohnen. Wir wundern uns auch nur ein wenig, dass man hier so unbedarft unser Gepäck geöffnet hat, um die Lebensmittel herauszuholen, aber ansonsten wurde nichts angerührt. Eine Manguste mit rotgeringeltem Schwanz macht sich über unsere Reste her, die dann aber endlich von unserem Koch mit einem Glasteller geschützt werden. Zum Abendessen gibt es die Reste. Wir wohnen in Zeltartigen Bungalows und wundern uns, dass es in 770 m Höhe keine Mücken gibt. Zum Frühstück gibt es dann alle Reste, inkl. chinesischer Tütensuppen. Im Regen geht es dann zurück zum Parkeingang, wo wir hoffen, dass unser Taxifahrer uns erwartet. Auch auf dem Rückweg sehen wir viele Lemuren, verschiedene Arten Chamäleons, auch viele Brookesien und wieder Pantherchamäleons. Das letzte Chamäleon beisst den Peter noch in die Hand, ein schönes Abschiedsgeschenk von Madagaskar. 

Als wir beim Parkoffice angekommen sind, fehlt vom Taxifahrer jede Spur. Nach einigen sehr leckeren Ananas und mindestens zwei Stunden Wartezeit entscheiden wir uns, einen Taxibrousse zu nehmen. Nachdem wir in unserem Hotel in Sambava angekommen sind, machen wir uns auf die Suche nach unserem Taxifahrer. Wir finden das Haus und seine Tochter, jedoch ist Elkes Fahrrad nicht an seinem Platz. Der Vater wird angerufen und erscheint ohne jegliche Scham auf Elke´s Fahrrad.

Er fährt uns am nächsten Tag zum Flughafen, wo wir feststellen, dass der Gepäckträger, ausgelegt für ca. 7 kg, angebrochen ist. Hat sich wohl Jemand darauf gesetzt… Als wir unserem Taxifahrer das zeigen, ist ihm das wohl doch etwas peinlich und verschwindet ohne Verabschiedung.

 

21.01.: Tana

Wir landen pünktlich in Tana und fahren zum Manfred, um unsere deponierten Sachen abzuholen. Er bringt uns in ein nettes Hotel in der Nähe und wir verabreden, dass wir das Fahrrad und die restlichen Sachen am nächsten Morgen abholen und von dort mit einem Taxi zum Flughafen fahren.

Der Flug startet um 7.30 Uhr und nachdem wir auf La Reunion drei Stunden Wartezeit hatten, sind wir um ca. 13.00 Uhr wieder über Madagaskar Richtung Paris geflogen.


22.01.: Zurück in Europa

In Paris hat die Polizei unser Auto wegen angeblicher Verkehrsbehinderung abgeschleppt und wir können es erst am nächsten Morgen abholen.
Das finden wir aber erst um 3 Uhr morgens raus und bleiben genervt den Rest der Nacht am Flughafen.
Peter hat auf dem Weg zum Abholstelle einen Auffahrunfall mit dem Fahrrad, schlägt sich ein Stück Zahn aus und hat eine tiefe Platzwunde am Kinn. Nach der Versorgung in einem Pariser Krankenhaus können wir dann endlich um 17.00 Uhr Richtung Frankfurt aufbrechen.  

Jetzt brauchen wir dringend ein paar Tage Urlaub ;-)